Schlösserkunde

Am Anfang steht: Absolute Sicherheit vor Diebstahl gibt es nicht.
328 748 Fahrräder wurden 2011 gem. der Polizeilichen Kriminalstatistik im Jahre 2011 gestohlen. Eine Steigerung von 7,2% gegenüber dem Jahre 2010. Die Aufklärungsquote betrug 10,0%. Wer kommt hier noch als Risikoträger zu bezahlbaren Konditionen in Frage. Wir bieten Ihnen die auf Sie zugeschnittenen Varianten des Risikoschutzes. Dazu gehören Rahmenbedingungen, die Grundlage für den Versicherungsschutz sind: Welches Schloss hat das Fahrrad? In welcher Stadt wohnen Sie? Wie alt ist das Fahrrad? Wie teuer?

So machen Sie Dieben das Leben schwer!
  • Standortwahl
    Nebenstraßen und schlecht einsehbare Ecken vermeiden. Abstellplatz mit hoher Publikumsfrequenz wählen
  • An einem festen Gegenstand sichern
    Manchmal leichter gesagt als getan. Hier lohnt sich aber die Mühe. Feste Gegenstände wie Laternenpfahl, Fahrradbügel, Zaun, Gitter oder geeignete Bäume  finden. Auch wenn es ein paar Meter mehr sind. Zur Not, wenn man mit mehreren Personen unterwegs ist, „intelligentes“ zusammenschließen aller Fahrräder. Schloss, wenn möglich nicht auf dem Boden, sondern immer höher anschließen. Diebe nutzen den Boden gerne als Unterstützung für einen besseren Hebel beim Gebrauch des Bolzenschneiders.
Wie schließe ich mein Fahrrad richtig an?

Am besten mit 2 Schlössern. Eines in Kombination Hinterrad und Rahmen an einen festen Gegenstand. Entsprechend groß und leider auch schwer sollte dieses Schloss sein. Ein weiteres um das Vorderrad/ Rahmen und evtl. auch ein Partnerrad. Sie haben es bestimmt auch schon einmal gesehen – das Vorderrad ist noch da und der Rest?

Welches Schloss ist das Richtige?

Laut Polizei und den zertifizierten Testregeln, sollte ein gutes Schloss dem Dieb mindestens 3 Minuten Widerstand leisten. Zeit ist der wichtigste Faktor. Profis bekommen jedes Schloss auf. Frage ist nur, ob sie so lange Zeit haben – oder sich ein einfacheres Objekt suchen.

Kabelschlösser, auch die „Dicken“ sind bei den Tests alle durchgefallen. Hier reicht schon ein Seitenschneider.

Wo sitzen die Schwachpunkte der Schlösser?
  • Qualität des Stahls
  • Schlosszylinder – immer mehr Profidiebe setzen Spezialwerkzeuge ein. Das sogenannte „Picking“ kommt immer mehr in Mode. Gefährdet sind hier auch die Schlösser mit den runden Schlüsseln. Die Tabularzylinder lassen sich schnell mit einem Spezialwerkzeug öffnen.
  • Einsatz von Eisspray. Weniger hochwertiger Stahl hält dem Kälteangriff nicht stand. Hier auf Prüfsiegel an Schlössern achten, die Eisspray-Attacken überstehen.
Ja, und was soll ich für ein Schloss nehmen?

Es heißt, ein gutes Schloss soll etwa 5-10 Prozent des Fahrradwertes kosten. Leider haben die führenden Schlosshersteller alle eine eigene Bewertungsskala für Ihre Schlösser. Die Versicherer fordern z.T. ein Markenschloss, wie z.B. Trelock, Abus oder Kryptonite. Oder nach Anschaffungspreis des Fahrrades – ein Schloss für mind. 20,-€ bzw. für höherwertige mind. 50,-€.

Generell gilt. Ein hochwertiges Bügelschloss ist schon mit das Beste. Aber auch die Kombination Kettenschloss mit Alarmanlage erfüllt seinen Zweck. Lärm gefällt Dieben nicht.

Ebenfalls  bewährt haben sich: Kettenschlösser, Panzerkabelschlösser und Faltschlösser. Hier sollte jeder den richtigen Kompromiss zwischen Größe, Gewicht und Handhabung finden.

Empfehlung: „Der Trend geht eindeutig zum Zweitschloss!“
Übrigens: Nachts, wenn Sie nicht gerade mit dem Rad im Gasthaus oder im Kino sind, gehört das Rad in einen abgeschlossenen Raum!